Die erste Hürde ist geschafft − du bist tatsächlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen! Wenn sich ein banges Gefühl unter die Freude mischt, ist das völlig normal. Am besten versuchst du, das Gespräch als ein gegenseitiges Kennenlernen zu sehen, bei dem du ehrlich und du selbst bleiben darfst.

Bereite dich vor

Eine gute Vorbereitung ist trotzdem angesagt. Das beginnt damit, dass du dir die für die Bewerbung gesammelten Informationen über dem Betrieb nochmal genau anschaust.
Eine typische Frage könnte nämlich lauten: „Warum wollen Sie gerade bei uns anfangen?” Genauso solltest du auf eine Frage zum Berufswunsch, etwa: „Warum wollen Sie denn Bäcker werden?”, antworten können. Oft fordern die Personaler ihre Bewerber auch auf, etwas über sich zu erzählen. In diesem Zusammenhang kannst du Elemente aus deinem Lebenslauf einbauen. Beispielsweise wo du zur Schule gehst, welche Fächer dir besonders liegen oder ob du in einer bestimmten AG aktiv bist. In diesem Zusammenhang kommt häufig gleich noch die Frage nach Hobbys.
Insgesamt will sich dein Gegenüber auf diese Weise ein erstes Bild über dich und deine Fähigkeiten machen. Eine gute Übung ist es, wenn du ein solches Gespräch vorher mit einem Freund, Bekannten oder Verwandten ein paar Mal durchspielst. Tipp: Antworte möglichst in ganzen Sätzen.

Anschließend sollst du deinem Gegenüber eventuell selber ein paar Fragen stellen. Sinnvollerweise notierst du dir vorher ein, zwei Dinge, die du gern noch vom Unternehmen und den Aufgaben wissen würdest. Beim Beispiel Bäcker könnte das etwa sein: „Sie bieten auch Bio-Brot an. Ist das ebenfalls Teil der Ausbildung?”

Am Tag X

Am Tag des Vorstellungssprächs gilt es, rechtzeitig vor Ort zu sein (lieber einen früheren Bus nehmen und den richtigen Firmeneingang vorher schon mal gesucht haben). Neben dem Einladungsschreiben solltest du deine Bewerbungsunterlagen und gegebenenfalls einen im Vorfeld erhaltenen Personalfragebogen dabei haben, ebenso wie etwas zu schreiben.

Was dein Outfit betrifft, ist ein gepflegtes und nicht übertriebenes Erscheinungsbild immer richtig. Zugleich sollte die Bekleidung dem jeweiligen Unternehmen angepasst sein. So ist etwa in einer Bank eine stilvollere Bekleidung angesagt als in einer kleinen Bäckerei. Unabhängig davon, sollst du dich darin wohlfühlen. Vaters Schuhe, die viel zu eng sind, wären genauso verkehrt wie offene und nach Rauch riechende Rusterlocken. Tipp: Vergiss nicht, trotz aller Aufregung vorher etwas zu essen und zu trinken. Nicht, dass es dir womöglich im Gespräch schummrig wird….

Tipps: Dos und Don’ts

  • Handy aus, bevor du das Unternehmen betrittst
  • anklopfen, bevor du den Raum betrittst und auf eine Antwort warten
  • dem Gegenüber in die Augen schauen und die Hand geben
  • ein angebotenes Getränk ruhig annehmen
  • ehrlich antworten
  • Zwischenfragen erst stellen, wenn du darum gebeten wirst
  • dich mit einem Dankeschön verabschieden und
  • fragen, wann du mit einer Entscheidung rechnen kannst